In Gijón, einer Industrie- und Hafenstadt an der spanischen Atlantikküste, kennt ein jeder seine Bilder und Plakate. Sie hängen an Hauswänden, in Schaufenstern, liegen als Flyer im
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… Read MoreEin Einblick in die Vorbeitungen
Kein Hochschulstudium ist so frei wie ein Studium der Bildenden Kunst. Lehrpläne gibt es hier kaum. Der Kunststudent muss sich
… Read MoreGuy Burwell ist der Titelblattkünstler vom Low Kunstmagazin Nr. 6.
Kantig und ornamental geben sich seine Illustrationen auf den Plakaten für Rockbands wie Pearl Jam, Faith No
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René Seim, jener René, der seine Kurzgeschichten und Gedichte auch schon im Low veröffentlicht hat, hat jetzt seinen »ersten achtundreißig Gedichte dicken Lyrikband mit einer Bonuskurzgeschichte« herausgebracht. Sein A5-formatiges Broschürenbuch nennt er »Bunte Hunde, Wilde Vögel",… Read More
Roman Klonek ist der Titelblattkünstler vom Low Kunstmagazin Nr. 7.
Ein Studium in Kommunikationsdesign, die Liebe zu alten Trickfilmen aus osteuropäischen Ländern und die archaische Drucktechnik des Holzschnitts passen im Fall Roman Klonek sehr gut zusammen.
Illustration Roman Klonek
Immer wieder tauchen in seinen Drucken kyrillische Buchstaben und Worte auf, seine in Holzplatten geritzten und anschließend auf Papier gedruckten Figuren sind kantig und geprägt von einer futuristischen »Ostblock-Folklore«. Roman Kloneks Interesse an der Kultur und Sprache des Ostens liegt wohl nicht zuletzt in seiner Herkunft begründet.
Er wurde 1969 in der Stadt Kattowitz in Polen geboren. Aber bereits in den frühen Siebzigern siedelte seine Familie mit ihm nach Deutschland über, wo er aufwuchs und schließlich in den Neunzigern an der Düsseldorfer Fachhochschule Visuelle Kommunikation studierte.
Heute ist er freier Künstler und Illustrator, lebt in Düsseldorf, stellt weltweit in Galerien aus und arbeitet für internationale Verlage. Das osteuropäische Ausland ist für ihn Ursprung und Fremde zu gleich.
Die Orientierungslosigkeit, die sich beim Besuch von Städten in Russland oder Japan einstellt, führt Roman vor allem auf die fremde Schrift und Sprache zurück. Diese Zeichen werden bei Unkenntnis der fremden Sprache in seinen Drucken schnell zu Bildfragmenten, zu schwer deutbaren Mysterien.
The Observer 2011 · Holzschnitt · 47,4 x 68,8 cm
Der Zeitschrift Jitter sagte er einmal »Ich liebe es ja auch seltsame Situationen zu zeichnen, und wenn ich einen für die meisten Menschen unverständlichen Text hinzufüge, steigert das noch die Seltsamkeit. Wobei der Sinnzusammenhang schon gegeben ist, … «
Während seines Studiums lernte Roman Klonek die Technik des Holzschnitts kennen. In eine Holzplatte werden dabei Furchen geschnitten. Der stehenbleibende Rest wird mit Druckfarbe eingewalzt und auf Papier gedruckt. Diese einfache, aber im heutigen Computerzeitalter aufwändige Technik passt gut zu Romans einfacher, kantiger und schroffer Bildsprache. Das Primitive und Abstrahierte seiner cartoonesken Figurenformen erhält dabei eine lebendige Textur. Auch die reduzierten und flächig aufgetragenen Farben unterstreichen Romans Anliegen.
»Doy« · 2011 · Holzschnitt · 63,3 x 49,2 cm
Die Cartoonfigur als etwas Groteskes ist seit vielen Jahrzehnten eines der unmissverständlichsten Kommunikationsmittel im Bereich des Humors. Plakativ und leicht zu deuten. Kontrastiert wird diese Unmissverständlichkeit – die in anderer Hinsicht auch oft politische Propaganda-Plakate besitzen – durch, für viele Westeuropäer, unverständliche, nicht lesbare Zeichen in Roman Kloneks Bildern.
Danny Winkler

»The Gardener« · 2010 · Holzschnitt · 66,5 x 49 cm